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Was ist denn bei Delivery Hero los?

Gut. Dass jetzt weniger Essen nach Hause bestellt werden muss, weil neue Lockdowns ausbleiben, sehe ich ein. Darüber dürfen wir uns auch freuen. Aber was für eine Eintagsfliege ist denn bitte Delivery Hero? Die können wohl nur Pandemie als einziges Geschäftsmodell. Sollten wir in solchen einen „USP“ investieren?

USP steht für „unique selling proposition“ oder auf Deutsch: Alleinstellungsmerkmal. Was kann ein Produkt überhaupt oder besser im Vergleich zur Konkurrenz. Nun, Delivery Hero kann offenbar gut Investoren anziehen, wenn das Volk zu Hause essen muss, aber nicht kochen kann oder will. Dann funktioniert das Geschäft einwandfrei.

Doch was passiert, wenn diese Ausnahmesituation wieder aufgehoben wird? Dann fällt das Kartenhaus in sich zusammen und der Marktwert sinkt spontan um zwei Drittel.

Delivery Hero im Tageschart

Der heutige Kursrutsch per zweistelligem Prozentsatz ist einer weiterer Meilenstein, den das junge Unternehmen erreicht hat. Heute ging es sogar derart schnell nach unten, dass die BaFin sich eingeschaltet hat. Es soll geprüft werden, wie es zu dem Kursrutsch kam.

Die blauen Punkte im Tageschart habe ich gelassen. Meine Devise dabei lautet ja: Wenn Sie an das Geschäftsmodell glauben, bieten diese Punkte in den meisten Fällen einen guten Einstieg aus mittelfristiger Sicht. So haben die Punkte 2018 bis 2021 auch oft genug einen guten Preis empfohlen. Wenige Wochen danach standen die Kurse jeweils höher.

Wird jetzt allerdings dem USP der Stecker gezogen, nützt auch kein Ende einer Verkaufspanik mehr etwas. Dann ist das nämlich kein Geschäftsmodell mehr in diesem Sinne. Das sehen die Anleger seit Dezember 2021 auch so.

Jetzt muss ich fairerweise dazu schreiben, dass viele Technologie-Werte in den USA ähnlich abgestraft wurden. Und deren Business funktioniert weiterhin. Wenngleich natürlich bei vielen Aktien die Lockdowns extrem geholfen haben.

Dennoch ist die Börse gerne ein halbes Jahr voraus und somit erwarten die Investoren im Fall von Delivery Hero, dass die Umsätze und Gewinne zurückgehen werden. Wir stehen jedoch immerhin noch bei 41 Euro und nicht bei 4,10 Euro! Komplett die Flinte ins Korn werfen, ist also nicht angesagt.

Wobei, so richtig sexy finde ich den Aktienkurs jetzt auch noch nicht. Vielleicht reden wir noch einmal darüber, wenn wir beim Allzeittief bei rund 25 Euro angekommen sind. Das war der Preis bei Börsengang. Seitdem ging es öfter bergauf als bergab.

So gesehen war offensichtlich die Pandemie eine Überhitzung, die sich jetzt wieder abkühlt. Wir kommen wieder auf realistischen Kursen an. Vielleicht haben wir die auch schon erreicht. Schließlich notierte die Aktie vor Corona wesentlich höher. Um die 70 Euro waren es da im Schnitt. Oder selbst wenn wir nur das ehemalige Allzeithoch bei 50 Euro nehmen – alles ist besser als die jetzigen Kurse.

Dennoch ist der Kurs heute so stark gefallen, dass dies die BaFin beschworen hat. Das könnte mit etwas Glück ein Teil des Finales gewesen sein, das die Bären zelebrieren. Ich reiße mich nicht um die Aktie. Das haben Sie beim Lesen gemerkt. Aber so ganz außer Acht lassen, will ich sie auch nicht.

Wenn ich mir die Kommentare zu Delivery Hero anschaue, scheiden sich auch hier die Geister. Negative Meinungen halten das Geschäftsmodell für überbewertet. Die Aktie verdiene auch keinen Platz im DAX. Das mag zum Teil stimmen, jedoch müssen Sie nicht jedes Geschäftsmodell gut finden, um daran zu partizipieren.

Ich selbst fahre keinen Tesla und trotzdem habe ich mit der Aktie schon Geld verdient. Ich bin auch kein Essen-Besteller und somit ein absoluter Unkunde für Delivery Hero. Das hält mich allerdings nicht davon ab, bei einer Wiederholung mit pandemieähnlichen Zuständen, dort auf steigende Kurse zu setzen. Vielleicht brauchen wir eine richtige Verkaufspanik im Wochenchart bei Delivery Hero, um gute Kaufkurse zu sehen. Aktuell bestellen Sie nur das fallende Messer nach Hause. Da müssen Sie noch nicht zugreifen.

Peloton: Ab jetzt wird wieder bergauf geradelt!

Vor wenigen Tagen hatte ich Ihnen noch geschrieben, dass Peloton ein neuer CEO guttun würde. Schwupps. Schon haben wir ihn. Dass das so schnell gehen würde, hätte ich auch nicht geahnt. Umso besser für den Kurs. Der ging direkt steil nach oben.

Natürlich sind wir immer noch reichlich von richtig schönen Kursen entfernt. Wenn Sie so wie ich etwas weiter oben gekauft hatten. Mein Riecher am 28.1. nachzukaufen, war aus heutiger natürlich gut.

Peloton im Tageschart

Hier sehen Sie den Chart seit Börsengang. Unter 30 US-Dollar ging es 2019 los. In der Spitze waren wir bei 170 US-Dollar. Vor kurzem notierte Peloton wieder unter der 30er Marke.

Der Wechsel in der Führung hat die Aktie einen Gang hochschalten lassen. Dieser Effekt ist logischerweise nur für den Moment. Jetzt muss der neue CEO auch zeigen, dass er eine Veränderung bewirkt. In letzter Zeit war das Unternehmen mit angezogener Handbremse unterwegs.

Es standen nämlich auch Übernahmegerüchte im Raum. Durch den Wechsel an der Spitze und jetzt auch der Entlassung von 2.800 Mitarbeitern, will Peloton offensichtlich die Bremse lösen und wieder Vollgas radeln.

Peloton – wie hoch kann das Fahrrad klettern?

Die Antwort habe ich Ihnen oben im Chart schon verraten. Die 80er Marke ist auf jeden Fall ein spannendes Ziel. Dort werden wir so schnell kaum landen. Im Hype um Home-Office und geschlossene Fitness-Studios schossen die Kurse 2020 nach oben. Es gibt schlichtweg keinen Grund, warum wir jetzt noch einmal eine derart steile Rallye sehen sollten.

Aber selbst, wenn es nur doppelt so lange dauert wie beim letzten Mal: Die Kursverdoppelung aus aktueller Sicht ist bis zum Jahresende durchaus machbar. Das liegt jetzt aber daran, wie sich das noch junge Unternehmen selbst neu erfindet. Der Wille ist da und die Kundschaft auch. Insofern darf auch der Marktwert wieder steigen. Doch wir müssen das jetzt realistisch sehen. Der große Hype ist vorbei. Dass jetzt 2.800 Mitarbeiter entlassen werden, wird in der Presse übrigens teilweise einseitig dargestellt.

Wie ich gelesen habe, bekamen allen Entlassenen eine Jahresmitgliedschaft und können jetzt die Kurse gratis nutzen. Da können sie sich zu Hause bestimmt gut abreagieren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Wer negativ über Peloton berichten will, zeigt nur diese Seite. In der Wirklichkeit haben die Ex-Mitarbeiter zusätzlich auch eine Abfindung bekommen. Das ist in bei so jungen US-Betrieben eher unüblich. Und das muss man der Leitung auch zugutehalten.

Wenn der neue CEO das Fahrrad wieder auf den richtigen Weg bringt, wird sich der Kurs auch wieder erholen. Die Frage ist nur, wie schnell das passieren wird und ob Peloton noch weitere Produkte entwickeln kann, die die Gewinne ankurbeln. Ich kaufe jetzt nicht noch einmal nach. Dafür ist die Nachricht mit dem neuen CEO bereits zu teuer. Wenn sich das Thema beruhigt und die Aktie in den nächsten Tagen und Wochen noch einmal günstiger wird, denke ich darüber nach.

Hoffnungsfunken: TeamViewer zieht an

Kaum eine Software spart mir so viel Zeit und Nerven wie TeamViewer. Jetzt völlig unabhängig vom Trading. Wenn meine Mutter ein Problem am Computer hat – das kann durchaus vorkommen – gibt sie mir per Telefon die Login-Daten von TeamViewer durch und schon kann ich aus der Ferne ihren PC steuern. Das ist richtig praktisch und wesentlich einfacher als die Alternative vorbeifahren oder die Lösung per Telefon erklären.

Mit diesen Privatanwendungen verdient TeamViewer aber keinen Cent. Umso schöner, dass die Software nur für gewerbliche Nutzung etwas kostet. Das ist bei den Konkurrenten wie Zoom bekanntermaßen ähnlich.

TeamViewer ist im Corona-Rausch 2020 rasant gestiegen. Kaum eine Tech-Aktien hat diese Chance nicht nutzen können. Vor Corona stand die Aktie bei rund 30 US-Dollar. Im Hoch lag der Kurs dann bei knapp 55 US-Dollar. Das war am 9. Juli 2020. Seitdem ging es erst vorsichtig und dann immer schneller nach unten.

TeamViewer im Tageschart

Wir sehen seit Börsengang bislang nur 2 Punkte im Tageschart. Den blauen hatte ich genutzt, um am 22.10.21 die Aktie zu kaufen. Überraschung: Es sind eigentlich 3 Punkte. Es gibt nämlich 2 blaue, aber die liegen so nah beieinander, dass die in dieser Einstellung wie ein einziger Punkt wirken.

Nach meinem Einstieg fiel der Kurs noch um etwas mehr als einen 1 US-Dollar. Heute steht die Position 20 Prozent im Plus. Der RSI unter dem Kursverlauf zeigt ordentlich Kaufdruck. Tendenz steigend. Es ist gut möglich, dass wir bald schon wieder eine Verschnaufpause bei TeamViewer sehen werden. Doch wir sind noch nicht im Bereich einer Kaufpanik.

Insofern darf die Aktie von mir aus noch eine Zeit steigen. Aufzuholen hat sie genug. Als erstes großes Ziel können Sie das Tief nach dem Börsengang nehmen. Das liegt bei etwa 21,50 US-Dollar. Die Aktie kann so gesehen also noch 30 Prozent zulegen, um diesen Widerstand zu treffen. Bei 22,50 US-Dollar liegt dann die nächste Hürde. Dort war insbesondere das Tief Mitte März 2020.

Dort werden die ersten Anleger, die jetzt bereits eingestiegen sind, Profite realisieren. Wohin die Reise bei diesem Unternehmen geht, wird sich in den nächsten Jahren herausstellen. Der Börsengang hat auf jeden Fall Gelder in die Kasse gespült. Jetzt muss TeamViewer den Investoren nur noch beweisen, dass sie mit dem Kapital gut umgehen können.

Dass wir die 50 US-Dollar oder das Allzeithoch bald wieder erreichen, erwarte ich nicht. Das war getrieben vom Lockdown und der Arbeit im Home-Office. Viele Unternehmen haben in dieser Zeit TeamViewer genutzt. Doch ist das ist jetzt einerseits vorbei. Andererseits wird der Grundumsatz sicherlich gestiegen sein.

Schließlich haben dank Corona viele Firmen erst einmal verstanden, dass die Mitarbeiter nicht 5 Tage die Woche ins Büro fahren müssen. Viele Kunden werden TeamViewer deshalb weiterhin nutzen und davon können wir als Anleger auch profitieren.

Aktien mit Rabatt kaufen: Facebook macht es vor!

Eine ganze Reihe von Werten sind in diesen Tagen grandios abgestürzt. Das ist schon unheimlich, wie sehr derart hoch bewertete Unternehmen wie Meta in kurzer Zeit um 200 Milliarden US-Dollar reduziert werden. Vor kurzem kamen dadurch PayPal und Netflix in die Schlagzeilen. Auch in diesem Newsletter.

Meta / Facebook im 4-Stunden-Chart

Wir haben seit Langem einmal wieder eine Verkaufsübertreibung gehabt. Die gab es zuletzt im Corona-Crash. Danach ging es noch ein Stück nach unten, bevor die Kurse sich in der Folge verdoppelten.

Im Tageschart gab es zuletzt im Jahr 2013 eine solche Verkaufspanik als Meta noch Facebook hieß. Deshalb nehmen wir bei dieser Aktie lieber den 4-Stunden-Chart. Bis wir das noch einmal im Tageschart sehen, muss schon viel passieren.

Etwas weiter nach unten kann es auch diesmal noch gehen. Jetzt schon zu kaufen, ist eine Option. Die Aktie ist definitiv fairer bewertet, als vor einigen Wochen.  Wir haben schließlich inzwischen 150 US-Dollar vom Allzeithoch abgegeben.

Noch sind wir aber in keinem Bereich angekommen, der wirklich sexy ist für einen Einstieg. Um die 220 US-Dollar wäre eine solche Zone. 10 US-Dollar nach unten sind wohl noch drin. Dort liegen Unterstützungen. Vielleicht sehen wir sogar noch die 200 US-Dollar. Spätestens dann werden sicherlich einige große Spieler mit beiden Händen zugreifen. Dort würde demnächst auch die 200-Wochenlinie verlaufen. Noch ein Grund mehr dort wieder steigende Kurse zu erwarten.

Ich steige jetzt noch nicht wieder ein. Die Kerzen dürfen sich noch ein wenig austoben. Gerne mit leicht südlicher Richtung. Hier geht es natürlich für langfristige Anleger nicht um 10 US-Dollar hin oder her. Wer an das Geschäftsmodell glaubt – gerade hinsichtlich Metaverse – kauft jetzt bereits. Und dann noch einmal, falls die Kurse noch wesentlich günstiger werden.

In 10 Jahren kann der Aktienkurs bei 2.300 US-Dollar stehen. Dann waren 230 US-Dollar heute ein Schnäppchen. Vor rund 10 Jahren stand der Kurs bei 23 US-Dollar. Die Geschichte muss sich also nur einmal wiederholen.

Noch mehr Verkaufspanik wäre aktuell natürlich ganz chic. Dann könnten wir einen noch besseren Einstieg finden. Aber gerade bei diesen Aktien mit riesiger Marktkapitalisierung gibt es gerade einmal im kleineren Fenster eine sichtbare Panik. Das ist bei Microsoft und Apple ähnlich.

Insofern wird Facebook vermutlich in den meisten Fällen nicht mehr viel fallen. Außer es passiert etwas Dramatisches. Habe heute dazu gelesen, dass Mark Zuckerberg darüber nachdenkt, Facebook und Instagram in Europa abzuschalten, falls Meta nicht die Daten der Europäer auf US-Servern verarbeiten kann. Würde mich wundern, wenn der wirklich auf Daten von 500 Millionen Leuten verzichten kann. Insofern wäre das ein Schwarzer Schwan, der den Kurs von Meta noch einmal deutlich einstürzen lassen könnte. Die Chance, dass das wirklich passiert, sehe ich irgendwo zwischen null und wohl kaum.

Extrem hohe Ausschläge – Anzeichen eines Bärenmarktes

Zahltag. Das war in diesen Tagen bei Amazon, Paypal, Netflix & Co. Üblicherweise reagieren die Kurse auf die Prognosen und die tatsächlich gemachten Gewinne. Was wir allerdings aktuell erleben, ist schon keine Reaktion mehr. Eher eine Überreaktion. Paypal und Netflix verlieren nach Zahlen bis zu 20 Prozent. Amazon legt dagegen heute über 12 Prozent zu. Der Markt ist nervös. Jeder will im Gewinnerteam investiert sein und von weniger überzeugenden Werten trennen sich die Anleger panisch.

Ich habe gestern vor den Zahlen von Amazon meinen Optionsschein auf Einstand wieder verkauft. Mir war das Risiko zu hoch, dass die Investoren auch hier verkaufen, wenn die Zahlen nicht berauschend sind. Nachdem gerade Paypal, Netflix richtig auf die Mütze bekommen haben – pardon – „aktuell wieder günstiger bewertet sind“, lohnt sich vielleicht noch einmal ein Blick auf potentielle Schnäppchen.

Paypal hat meinen Wunschkurs erreicht!

Letztens hatte ich Ihnen schon den Chart gezeigt. Die blauen Punkte als erstes Signal für einen Einstieg waren gegeben. Wir haben also zweimal eine Verkaufspanik gehabt, die wiederum zu Ende ging. Doch noch wollte ich nicht einsteigen. Paypal fiel wie ein Stein und die eingezeichnete Kurslücke war ein attraktives Ziel. So meine Idee vor einigen Tagen.

Die blauen Linien hatte ich damals schon in den Chart gezeichnet. Jetzt sind wir genau dem Punkt angelangt, an dem es wieder Spaß machen kann – im Sinne von aufwärts. Wir haben heute Tag 3 nach den Zahlen. Diese hatten eine neue Kurslücke verursacht. Die alte ist jetzt immerhin geschlossen.

Lohnt sich jetzt schon der Einstieg?

Ja. Auf jeden Fall mehr als vor einer Woche. Ich gehe nicht davon aus, dass Paypal jetzt sofort eine Rallye zündet. Aber für Aktienkäufer oder längerfristige Trades à la Optionsschein sind wir jetzt in einer guten Kaufzone. Letzteren habe ich heute gekauft. Für 0,65 Euro pro Stück. Laufzeit:  Dezember 2023.

Der Schein stand vor den veröffentlichten Zahlen bei fast 2 Euro. Als Paypal knapp unter 180 US-Dollar lag. Das sollte innerhalb von fast 2 Jahren machbar sein, dass die Aktie noch einmal in diesen Bereich steigt. Die Übertreibung der letzten Jahren mit Kursen über 300 US-Dollar erwarte ich nicht, aber ein Anstieg Richtung 200 US-Dollar ist mittelfristig bestimmt möglich. Wenn es länger dauern sollte, brauchen Optionsschein-Inhaber oder Aktionäre einfach nur etwas mehr Geduld.

Bei Netflix bin ich seit letztem Donnerstag schon mit einem Optionsschein dabei. Das war direkt nachdem es die Kurslücke dank schlechter Zahlen gab, gepaart mit einem blauen Punkt im Tageschart. Aktuell ist der Schein 4,5 Prozent im Plus und läuft noch bis September 2023. Sollten wir die Kurslücke bei knapp über 500 US-Dollar ansteuern, würde ich da den Schein loswerden.

Tesla und Amazon in der Chartanalyse

Es ist beinahe ruhig um Elon Musk geworden.  Klar, Sie können jeden Tag einen Artikel zu ihm lesen. Nur für große Eskalationen hat er schon einige Tage nicht mehr gesorgt. Zuletzt kann ich spontan daran erinnern, dass der den Preis von Dogecoin mit einem Tweet angekurbelt hatte. Dabei ging es darum, dass er vorschlug, ein Happy Meal im Fernsehen zu essen, wenn McDonald’s Dogecoin als Zahlungsmittel akzeptiert.

Den Kurs von Tesla hat er schon länger nicht mehr per Tweet in eine Richtung bewegt. Insofern vielleicht auch der Grund dafür, dass die Kerzen in gewissen Bahnen verlaufen.

Tesla im 4-Stunden-Chart

Hier sehen wir 2 Trendlinien, die aktuell die Kurse in Schach halten. Auf der Unterseite bremste die fallende Linie vor wenigen Tagen den Abverkauf. Sollten wir jetzt tatsächlich wieder deutlich steigen, müsste dann nach dieser Regel bei knapp über 1.200 US-Dollar Schluss sein.

Allzu viel würde ich allerdings bei Tesla nicht darauf setzen, dass sich die Kurse an eine Trendlinie halten. Das kann zwar einige Zeit gutgehen, aber wenn Elon zum Handy greift, können alle Begrenzungen gesprengt werden. In beide Richtungen.

Deshalb sehe ich hier aktuell auch keinen Trade. Wer bei 800 US-Dollar den Einstieg geschafft hat, kann sich vorerst glücklich schätzen. Sollten wir über Umwege tatsächlich bald die 1.200 US-Dollar testen, wären das alleine mit der Aktie als Kauf stattliche 50 Prozent Gewinn.

Ich bin momentan hier nicht investiert. Die 780 US-Dollar hätte ich gerne noch gesehen. Dort liegt ein Hoch aus April 2021 und wäre somit eine nette Unterstützung. Vielleicht drehen die Kurse ja wieder nach Süden und testen den Bereich, der von mir aus dann gleichzeitig mit der Trendlinie zusammenfallen darf. Das wäre dann ein erster Einstieg für mich. Long natürlich. Jedoch fehlt uns leider noch jegliche Verkaufsübertreibung. Mit solch einem Signal bin ich noch lieber dabei.

Amazon im Tageschart

Kurzzeitig lagen wir unter der eingezeichneten Unterstützung. Die Marke bei etwa 2.872 US-Dollar konnte bereits mehrmals die Kurse nach oben drehen lassen. Jetzt tagten wir ein paar Tage darunter, doch inzwischen ist die Welt für die Anleger wieder in Ordnung.

Hilfreich waren hier für einen Einstieg logischerweise die beiden Punkte als Ende der jeweiligen Verkaufspanik. Am Donnerstag hatte ich einen Optionsschein auf Amazon gekauft. Laufzeit Herbst 2023 und Basispreis fast 2.000 US-Dollar höher als die Kurse zuletzt im Tief. Der Schein ist heute schon 26,66 Prozent im Plus. Sollten wir bald wieder Richtung 3.500 US-Dollar laufen, wird der noch mehr Spaß machen.

Wichtig ist jetzt auf jeden Fall, dass Amazon bereits über der Unterstützungszone steht. Ein paar Tage darunter sind auf lange Sicht nicht dramatisch. Anschlusskäufe sind nun wichtig, um die 3.000er Marke zu knacken und dann auch wieder höher zu laufen.

Wie jetzt? War es das schon mit dem Crash?

Der S&P 500 ist gerade einmal gut 10 Prozent gefallen in den letzten Wochen. Welch Drama! Wenn es das nun wirklich schon wieder war, ist es absolut lachhaft, was immer an Panikmache betrieben wird. Oh nein! Jetzt klappt der Kapitalismus zusammen und wir müssen alle zuhause mit dem Gaskocher unsere Spaghetti kochen. Pff. Prompt nageln die Indizes große grüne Kerzen in den Chart. Der S&P 500 steht heute 150 Punkte höher als Freitagmorgen.

Dasselbe gilt für den DAX. Hilfe! Wir sind auf 15.000 Punkte gefallen. Das ist der Anfang vom Ende! Das sehen die 15.500 Punkte von heute etwas anders.

Sollte der momentane Aufwind tatsächlich nur eine Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend sein – dann meinetwegen. Alleine, dass wir in einigen Werten schon eine größere Verkaufspanik laut RSI hatten als während des Corona-Crashs Anfang 2020, sagt ja schon alles über die Gemütslage der Börsianer. Wenn wir hier zwei rote Tageskerzen in Folge sehen, müssen wir sofort die Beruhigungspillen aus der Schublade holen…

NASDAQ Transportation

Heute habe ich Ihnen ganz anderen Chart als sonst mitgebracht. Der NASDAQ Transportion Index misst alles, was zu Wasser, zu Land und in der Luft transportiert wird. Das ist auch somit ganz einfach zu verstehen. Geht der Index nach unten, werden weniger Güter transportiert. Somit wird weniger gekauft oder verkauft und insgesamt ist das schlecht für die Wirtschaft in den USA.

Steigen die Kurse dagegen, nimmt die Nachfrage zu und somit kommen mehr Waren auf die Schiene, aufs Schiff, auf den Laster oder in das Flugzeug.

Damit Sie die Werte besser einordnen können: Vor dem Corona-Crash stand der Index bei 5.500 Punkten. Das Tief im März 2020 machte er bei 3.250 Punkten und jetzt standen wir kürzlich kurz vor der 7.000. Noch einen großen Crash weiter in die Vergangenheit als Relation: 2009 setzten die Kurse bei 1.250 Punkten auf. Seitdem ging es ähnlich wie beim S&P 500 regelmäßig per Dauerrallye nach oben.

Was sagt die Vergangenheit über die Zukunft?

Grundsätzlich gar nichts. Weil es trotzdem anders laufen kann, als es in der Vergangenheit war. Was aber auffällt: Der Index zeichnet gerne einen blauen Punkt als Ende der Verkaufsübertreibung und fällt dann öfter innerhalb von wenigen Monaten auf ein neues Tief und macht dann noch einmal einen neuen blauen Punkt. Dort ist dann tatsächlich der Boden erreicht oder sehr nahe.

Insofern könnte es jetzt durchaus sein, dass wir uns für ein paar Wochen und Monate erholen, bevor es noch einmal nach unten rauscht. Allerdings, wenn ich jetzt nach Ereignissen suche, die als Katalysator für einen neuen Rutsch dienen können, steht erst einmal nichts auf dem Programm.

Klar, wir könnten eine wackelige Regierung sehen, wenn die Corona-Maßnahmen jetzt enden. Wenn immer mehr ans Licht kommt, dass die Leute unnötig zuhause eingesperrt wurden. Die Zehntausenden Trucker, die in Kanada jetzt Ottawa lahmlegen, wurden von unserer Presse dramatisch heruntergespielt. Während auf Twitter die Zahl von 50.000 umherging, schrieben Tagesschau und Die Welt von „Dutzende“ bzw. „Hunderte“.

Insofern wird es in Deutschland wohl noch minimal länger dauern, bis es auch hier angekommen ist, dass das Volk den Spuk jetzt beenden kann. Habe letztens noch mit einem Freund in Tampa Bay, Florida gesprochen. Schon verrückt, wenn er dann erzählt, dass die einfach Corona seit 2 Jahre gar nicht mitgespielt haben und es genauso geht. Klar, Florida ist paar Grad wärmer. Das hilft auch. Allerdings spielen UK und Dänemark jetzt auch nicht mehr mit. Speziell der Unterschied zu Australien mit fünfstelligen Strafen für Ungeimpfte ist da schier unglaublich.

Wenn also das Ende der Corona-Panik und dessen nachfolgenden Verwerfungen keinen Kurzrutsch anbieten, müssen wir vielleicht bis Richtung 8. November warten. Dann sind die Zwischenwahlen in den USA und die einhellige Meinung ist, dass davor der Status Quo auf jeden Fall behalten wird. Auch wohl mit Unterstützung der FED. Wir werden sehen.

Bis jetzt Krempeln auf jeden Fall die Bullen die Ärmel wieder hoch und schieben die Kurse nach oben. Tesla legt heute 8 Prozent zu, Netflix ebenfalls. Es läuft wieder Geld in den Markt. Mal sehen, ob wir das die Woche durchziehen können.

Abgestürzte Aktien mit P: Sind das hier gute Einstiegskurse?

Zugegeben. Komischer Titel. Nachdem mir allerdings Peloton und Pinterest in den Sinn kamen, dachte ich, das passt. Ich lege von mir aus noch auf Pfizer und PayPal oben drauf – weil Sie es sind.

Starten wir direkt mit dem Fahrradunfall namens Peloton. Was wir hier seit Corona-Crash gesehen haben, waren eine beeindruckende Rallye von 24 auf fast 200 US-Dollar. Gefolgt vom seit Anfang 2021 andauernden Abverkauf, der schon in einen Crash übergeht. Wir stehen heute wieder bei 24 US-Dollar. Das kann ja fast nicht tiefer fallen, oder?

Peloton im Tageschart

Wir sehen die ersten blauen Punkt. Nicht im Chart, weil auf den großen Zeitraum zu undeutlich: der RSI. Der steigt gemächlich, während die Kurse weiter fallen. Das ist quasi mein Lieblingsszenario für einen Einstieg. Wir müssen jetzt nur noch warten, dass die Kurse sich fangen und schon haben wir eine solide Bestätigung.

Fangen könnten die sich bei rund 18 US-Dollar. Das ist das Allzeittief. Pflicht ist das nicht. Solange Peloton nicht das Management wechselt und die Chance auf neuen Wind erlaubt, rollt das Fahrrad wohl bergab. Ich bin zum Glück nicht ganz oben eingestiegen. Mein Durchschnittspreis bei Peloton ist leider trotzdem fast 71 US-Dollar. Laut Chart hänge ich damit im Niemandsland. Sollte das Gap Richtung 90 US-Dollar irgendwann geschlossen werden, bin ich auf jeden Fall im Plus.

Vermutlich werde ich aber nachkaufen, wenn ich bald einen guten Einstieg sehe. Da kann ich dann wenigstens elegant den Durchschnittspreis senken. Übertrieben war der Kurs bei 160 US-Dollar. Bei 20 US-Dollar ist das schon verlockend.

Pinterest – das Bild hängt schief

Das hätte Loriot angesichts des Kursverlaufes wohl auch gedacht. 10 US-Dollar im Corona-Tief, dann hoch auf 90 US-Dollar. Jetzt sind wir bei 27 US-Dollar und einer interessanten Unterstützung angekommen.

Die aktuelle Zone war schon mehrmals der Deckel auf dem Weg nach oben. Jetzt kann der Abverkauf hier wiederum anhalten. Optimal wäre natürlich noch, wenn wir die Kurslücke bei etwa 24 US-Dollar schließen würden. Auf einen blauen Punkt als Einstiegssignal müssen wir noch warten. Oder er kommt gar nicht. Der RSI ist jenseits von überverkauft. Solange es also keine Verkaufspanik gibt, fehlt auch das Ende deren Übertreibung. Vielleicht bleibt das völlig aus, bevor die Kurse wieder anziehen.

PayPal – der Zahltag naht

Hier ist der Chart ähnlich wie bei Peloton. Der blaue Punkt ist da und wir warten nur noch auf eine Bestätigung des RSI bei etwa tieferen Kursen. Chic wäre natürlich, wenn sich PayPal zumindest eine der blauen Linien kurz aus der Nähe ansehen würde.

Ob wir noch einmal 20 bzw. 32 US-Dollar fallen, ist schwer zu sagen. Wäre mir für einen Einstieg jedoch durchaus recht. Wenn wir uns Peloton anschauen, können die Kurse richtig lange fallen, während der RSI vorsichtig ansteigt. Vielleicht schafft das PayPal in ähnlichem Ausmaß.

Pfizer – Pandemie sei Dank

Noch ein Wort mit P. Allerdings brauche ich bei Pfizer keinen Chart. Es gibt hier keinen Einstieg. Das Corona-Tief brachte Kurse von 26 US-Dollar. Ende letzten Jahres waren es 61; aktuell sind wir bei 54 US-Dollar. Nach Bärenmarkt sieht das hier noch nicht aus. Wer also Pfizer im Depot hat, kann das halten.

Fazit

Peloton, Pinterest und PayPal zeigen purzelnde Kurse. Bei 2 von 3 dieser Aktien gab es sogar schon eine Verkaufsübertreibung und deren Ende. Jetzt heißt es noch ein wenig Geduld, um einen besseren Einstieg zu finden. Pinterest macht da vielleicht sein eigenes Ding und ist stabiler. Hier könnten die Kurse bald drehen – ganz ohne Panik.

Wer langfristig die Aktien im Depot haben möchte, kann auch jetzt schon ein paar der 3 Kandidaten kaufen. Ich persönlich würde mir aus aktueller Sicht bessere Daten des RSIs wünschen, bevor ich mit beiden Händen zugreife.

Top-Unternehmen des S&P: Wo lohnt sich jetzt ein Einstieg?

Alles auf Grün! Schon verrückt, wie die Gegenreaktion jetzt die Kurse wieder anhebt. Alle großen Indizes steigen heute um fast 2 Prozent. Wer Montag verkauft hat, weil er die Unterstützungen im Chart nicht sah, wird sich jetzt ärgern.

Heute habe ich mir gedacht, dass wir uns zusammen die größten Aktien des S&P 500 anschauen. Solche Dinger, die jeder im Depot haben sollte. Vielleicht gibt es hier schon günstige Nachkaufmöglichkeiten. Da ist es dann auch egal, falls die Kurse noch einmal deutlich abrutschen sollten. Die steigen sowieso wieder. Eine Apple wird morgen nicht pleitegehen…

Wenn wir nach der Marktkapitalisierung gehen, müssen wir Apple und Microsoft auslassen. Hier gab es kein Kaufsignal. Der Abverkauf war noch zu gering. Keine Verkaufspanik, also insofern auch kein Grund einzusteigen, wenn wir danach gehen und dann kaufen wollen, wenn die Angst vorbei ist.

Hierzu muss ich fairerweise sagen, dass Apple und Microsoft in der Hinsicht fast nie Kaufsignale liefern. Sie sind sichere Häfen, die selten panisch verkauft werden. Das letzte Kaufsignal im Tageschart war bei Apple Ende 2018 zum Jahreswechsel bei rund 36 US-Dollar. Bei Microsoft ist es noch länger her: Ende August 2015 zum Preis von rund 37 US-Dollar.

Sie sehen: Nicht mal der Corona-Crash konnte die beiden Giganten in die Panikzone beim Abverkauf schieben. Beeindruckend! So gesehen, könnten wir natürlich immer scheibchenweise kaufen. Wer einen Dauerauftrag hat und jeden Monat Anteile der Unternehmen kauft, ist sowieso gut aufgestellt.

Amazon im Tageschart

Weiter geht es mit Amazon. Die haben jetzt direkt 2 blaue Punkte im Chart eingezeichnet. Verkaufspanik und ihr Ende. Und dann noch einmal kurz Panik und schon wieder Schluss. Das ist natürlich nicht optimal als Signal. Wir sind im Chart auch in keinem sexy Bereich, der als sensationelle Unterstützung berühmt ist. Sehen Sie selbst.

Wer bei den blauen Punkten 2018 und 2019 ein paar Anteile gekauft hat, konnte sein Investment bis 2021 verdoppelt. Jetzt bekommen wir wieder solch ein seltenes Signal – gleich in zweifacher Ausführung. Auch hier gab es keine Verkaufspanik beim Corona-Crash! Aktuell war die Angst größer als vor 2 Jahren. Das müssen Sie sich einmal vorstellen! Alles aufgrund von möglichen Zinsänderungen der FED und kommenden Zwischenwahlen in den USA.

Google, Tesla, Meta, Nvidia sowie Johnson & Johnson haben auch nicht die Verkaufspanik erreicht. Es ging natürlich bei denen ebenfalls geschmeidig bergab, nur eben nicht so schnell, dass wir hier von einer Übertreibung reden können.

Home Depot im Tageschart

Blaue Farbe gibt es bei Home Depot zu kaufen. Das zeigt uns auch der Chart. Die Unterstützung bei gut 340 US-Dollar hat gehalten. Das in Kombination mit dem Ende der Verkaufsübertreibung ist ein ordentliches Signal.

Was ich bei all den Signalen in Form von blauen Punkten jetzt im Hinterkopf habe: Es wäre chic, wenn die Kurse noch einmal kurz weiter fallen würden, bevor sie wieder nach oben drehen. Das wäre dann der optimale Einstieg, wenn der RSI gleichzeitig ein höheres Tief zeichnet.

Bevor die FED heute etwas zu ihrer Zinspolitik sagt, brauchen wir aber kein Geld in den Markt werfen. Das ist sonst wie Lotto spielen. Nur gewinnen wir – falls wir richtig liegen – keine Millionen.

Visa, Pfizer, Mastercard: Auch hier gab es keine nützliche Panik. Chevron zieht dagegen nach oben. Der Energiesektor wird momentan ja nicht ärmer.

Noch einige Kandidaten

Walt Disney wird offenbar emotionaler gehandelt als die großen Werte. Hier gibt es reihenweise blaue Punkte. Insofern ist auch nicht jeder ein absoluter Volltreffer. Wenngleich das nie verkehrt war, dann einzusteigen. Wir haben hier auch einen Punkt und eine gute Unterstützung. Das könnte passen.

Netflix hatte ein Ende der Verkaufspanik vor 3 Tagen signalisiert. Heute stehen wir noch einmal 130 US-Dollar niedriger. Grund dafür sind allein die schlechten Zahlen. Mitte November kostete eine Netflix-Aktie 700 US-Dollar. Heute gibt es sie für 375 US-Dollar. Durchaus ein Schnäppchen für den, der an das Geschäftsmodell glaubt. Da scheiden sich bei Netflix manchmal die Geister. Es gab auch schon blaue Punkte bei 300 US-Dollar und davor bei 54 US-Dollar. Hier funktionier die Taktik auf längere Sicht definitiv auch.

Fazit:

Wem es jetzt schon in den Fingern juckt, kann durchaus einsteigen. Allerdings nicht als Trade, sondern eher Buy and Hold – zumindest für einen etwas längeren Zeitraum. Es kann die Tage (oder länger) auch noch weiter nach unten gehen, wenn die FED entsprechend agiert. Oder eben auch nicht. Das große Fragezeichen wird sich erst morgen auflösen.

Auf jeden Fall würde ich jetzt keine Long-Optionsscheine kaufen, wenn wir schon wieder nach oben laufen. Das können Sie eher machen, wenn die Kurse rote Kerzen zeichnen. Deshalb warte ich noch auf eine kleine Strecke nach unten. Die ganzen Aktien, die ich gestern aus den Top 20 des Jahres gekauft habe, sind heute im Plus. Das kann morgen logischerweise schon wieder anders aussehen. Als Einstieg war das aber wohl erst einmal nicht verkehrt.

Kaufsignale über Kaufsignale!

Ein Gutes hatte die deutliche Korrektur der letzten Tage und Wochen auf jeden Fall: Wer mittel- oder langfristig zuschlagen will, kann sich jetzt ein Lätzchen anziehen. Überall gibt es gute Einstiegsgelegenheiten. Die Frage ist allerdings, ob wir jetzt noch etwas Geduld haben sollten. Wer zu lange wartet, verpasst vielleicht die günstigen Kurse.

S&P 500 mit Kaufsignal

Wir haben hier seit knapp 2 Jahren den ersten blauen Punkt im Tageschart. Damals kam der Punkt während des Corona-Crashes. Allerdings etwas zu früh. Wenn wir jetzt ähnliches erleben, könnten wir noch wesentlich mehr rote Kerze sehen und die Kurse fangen sich unter Umständen erst um die 3.200 Punkte.

Wir müssen insofern auf jeden Fall den RSI im Auge behalten. Das Spiel hatten wir schon öfter. Nach einem blauen Punkt als Ende der Verkaufspanik fielen die Kurse noch einmal, während der RSI ein höheres Tief bastelte. Er wenn dieses höhere Tief abgeschlossen ist, können wir das als Bestätigung nehmen für einen Einstieg.

Grundsätzlich war es in der Vergangenheit aber nie falsch bei einem blauen Punkt einzusteigen. So viel müssen wir auch einmal festhalten. Es kann jetzt schon ein guter Zeitpunkt sein, wenn vielleicht auch nicht der beste. Also kein Grund für all-in, aber eine erste Position aufbauen, ist durchaus sinnvoll.

Beim Corona-Crash hätten wir mit dem blauen Punkt als Signal den S&P 500 bei ca. 3.000 Punkten gekauft. Ein Jahr später stand der Index 800 Punkte höher. Ein Fehlsignal sieht anders aus. Dabei ist es logischerweise sinnvoll nicht mit K.O.-Produkten zu arbeiten. Wir wissen jetzt auch nicht, wie tief die Kurse noch fallen. In den meisten Fällen stehen sie aber zeitnah wieder höher als jetzt. Langfristig sowieso.

Oben ist der Chart übrigens mit durchlaufenden Kursen. Betrachten wir den S&P-Chart nur zu seinen Handelszeiten, gibt es noch keinen blauen Punkt! Insofern ist das noch nicht ganz optimal.

Rückblick zum Crash 2007/2008

Wenn wir uns den S&P 500 damals anschauen, gab es auch einen blauen Punkt und zwar Mitte Oktober 2008. Das eigentlich Tief machten die Kurse aber am 6. März 2009. Das Signal kam im Bereich um 1.000 Punkte. 3 Jahre später hatte der Index um 50 Prozent zugelegt.

Es ist insofern auf jeden Fall profitabel, wenn Sie ETFs oder ähnliches nutzten, jetzt schon eine Ladung zu investieren. Der Index ist seit Allzeithoch dennoch nur um 12 Prozent gefallen. Da kann also noch etwas mehr kommen. Wenngleich die Unterstützungen, die ich Ihnen gestern gezeigt habe, wie angekündigt funktioniert haben.

Wo gibt es noch Einstiegssignale?

Beim DAX übrigens nicht! Interessanterweise ist der S&P mit durchlaufenden Kursen der erste Index auf meiner Watchlist, der ein Ende der Verkaufspanik anzeigt. Der NASDAQ Transportation Index zeigt es inzwischen auch, während der VIX laut RSI noch gar nicht im Panikbereich liegt! Verdächtig!

Von unseren 20 Top-Aktien des Jahres gibt es in folgenden Charts jetzt blaue Punkte: Digital Turbine, Curiositystream, Global-E Online, InMode und OptimizeRx. Ich habe jeweils kleine Positionen gekauft.

Die Kryptowährungen haben wie gewohnt am meisten abgegeben. Bitcoin hat jetzt auch ein Kaufsignal gezeigt. Das gab es zuletzt auf ähnlichem Kursniveau im Sommer 2021. Danach verdoppelten sich die Kurse. Und davor gab es ein Kaufsignal Mitte März 2020, als Bitcoin unter 4.000 US-Dollar stand. Hier bin ich auf jeden Fall gespannt, wie es die nächsten Wochen weitergeht.

Ethereum, Sol und XRP sind auch mit blauen Punkten dabei. Der Rest lässt noch auf sich warten. Auch das ist interessant, wie es hier wieder die üblichen Verzögerungen gibt. BTC läuft vorne weg. ETH dicht dahinter. In dem Fall auch Solana und Ripple. Aber es dauert wohl noch ein paar Tage, bis die kleineren Coins auch wieder entsprechend drehen. Oder die sind schlauer und warten noch ein wenig. Das werden wir in ein paar Tagen genauer wissen.

Fazit:

Aktuell ist es auf jeden Fall so, dass die größte Verlustwelle erst einmal ein wenig pausiert hat. Die gestern gezeigten Unterstützungen haben gewirkt. Jetzt müssen wir sehen, ob es das war oder ob die nächste Welle nach unten starten. Morgen spricht die FED zu den Zinsen. Das wird sicherlich das Sentiment des Marktes bestimmen.